Gehalt

Dokumentation

Einführung

Die Seite 'Totan Brangassivo Drake' soll Schneider zur Erarbeitung einer künstlerischen Konzeption dienen. Dabei haben seine Dinge einmal ihren Anfang dort genommen, wo sie ihrem Stand nach bereits gewesen sind. Diesen Stand seiner Dinge hat er ungeschönt so benannt, wie er ist, damit Sie Kenntnis von diesem nehmen können. Manchmal liegen seine Dinge noch immer etwas im Argen. Das eigene Gut ist zeitweise etwas Ungewisses für ihn. Damit hat er umzugehen.

Was hat es mit diesem 'Baukasten' auf sich? - Schneider möchte mittels dieser Werkschau seinen mit der eigenen Kunstsache verbundenen Gedanken als Idee bewahren. Er versucht es darum sich so dazu auszudrücken, wie das dieser Sache entspricht. Er sieht es als seine persönliche Aufgabe an, ihr gerecht zu sein.

Da kommt einiges ans Licht von Schneiders Werkschaffen. Seine Herangehensweise als Sprachgestalter soll die nun folgende sein. Schneider möchte erst dann einen Text weiter ausarbeiten, wenn er mit seiner eigentlichen Befähigung dazu auch wirklich etwas vorangekommen ist. Er ändert darum das bestehende Gut allein nur dann ab, wenn ihm daran selbst gerade etwas von einer eigentlichen Fehlerhaftigkeit aufgefallen ist und dieser Text somit erkennbar verbessert gehört. Dazu muss er es untersuchen, wie es richtig ist. Es soll alles seiner Ordnung gemäß weitergehen. Wegen der Gründlichkeit bei der Anwendung dieses Verfahrens dauert die Korrektur seiner Schriften so lange Zeit schon an.

Da hat für Schneider inzwischen schon die Ausarbeitung der Sachverhalte seines Daseins begonnen. Sie greift er auch mit seinen malerischen Werken wieder und wieder auf. Das für diese Sache Erforderliche hat er nicht immer sogleich in einer brauchbaren Weise vollbringen können. Darum geht er oftmals in Klausur mit sich, um sich zu besinnen. Alle an seiner Werkschau noch enthaltenen Mängel möchte er ausmerzen können, ohne dass sie an Gehalt verliert. Diese Fehler sollen einmal behoben werden. Dazu sammelt er sich und fokussiert sich auf das Gute daran. So hat er schon manche dafür erforderliche Stärke erhalten und sie auch zu seinem Zugewinn eingesetzt.

Diese Aufgabe stellt ihn vor nicht unerhebliche Probleme, welche er zu eigentlichen Fragestellungen umformt. Dabei setzt er etwas um und bereitet es auf. Er steht zu seinem Wirken daran. Obwohl dieses Werkschaffen in einer für Schneider ungünstigen Situation seinen Anfang genommen hat, geht er es mit besonderer Hingabe an und verbessert das alles eingehend. Nun werden diese Schriften also nachträglich von ihm gesichtet und in eine vielleicht taugliche Form gebracht.

Schneider kann das sagen, dass es so richtig erklärt sein wird, was er als den eigentlichen Mangel an seinen Werken anerkennt. Die Schwachpunkte davon sollen von ihm gesehen und untersucht werden, auf dass sie endlich auszumerzen sind. Deren Vorkommen soll keinen eigentlichen Grund dafür darstellen, wegen dem er diese Aufbereitung seiner eigenen Kunstsache vorzeitig abbrechen möchte. Gerade so etwas würde nicht richtig sein. Es wäre verkehrt, das aufzugeben, was er bisher bewerkstelligt hat, wo es doch für ihn alles bedeutet hat. Das, was er da vormals so mutig und vielleicht manchmal auch dumm begonnen hat, möchte nun von ihm in einen geeigneten Zustand versetzt werden. Dazu hat Schneider manchen Mumm. Er sieht die Verwirklichung dieser Aufgabe als Autor davon als eine echte Chance für sein Dasein an.

Impuls

Vom angeblich Perfekten

Manch ein Mensch strebt nach einem Können in der Art einer Perfektion. Dabei setzt dieser Werken, Werk und Werker vielmals in unzulässiger Weise miteinander gleich. Ich werde kein perfektes Werk leisten, wenn ich selbst perfekt sein möchte. Das weiß ich gut. Möchte ich aber einmal ein solches Werk leisten können, muss ich zuvor an anderer Stelle klare Abstriche gemacht haben.

Das wird für viele Dinge so gelten. Es wäre auch der Weg der Mäßigung einer, welcher allein nur bedingt von einem Menschen zu begehen ist. Werk, Werken und Werker könnten wahrscheinlich ebenfalls nicht zugleich in Mäßigkeit erscheinen. Man handle da besser sich selbst oder wenigstens einer gegebenen Natur dieser Dinge entsprechend. Es wäre gut, wenn man das einzusehen bereit sein wird, dass es eine solche gibt. Des Menschen Bemühung würde einfach nicht allumfassend, sondern von einer endlichen, also begrenzten Art sein müssen, um gewährleistet zu sein.

Getreu einem Bild für den Prozess einer Wandlung der Dinge aus dem Fundus eines Alchemisten soll es möglich sein ein Werk zu schaffen, indem man etwas Vorhandenes zu transformieren versucht. Dazu scheint es mir notwendig zu sein, jenen Prozess des Arbeitens in Stufen und Schritten so durchzuführen, dass sich die Wegmarken für einen Fortschritt von allein ergeben. Dafür trete man ein, dass diese einem gewahr werden. Es wird dazu etwas vom Vorhandenen in eigenständiger Weise dokumentarisch aufzubereiten sein. So etwas gleich zu tun, das wird die in Zukunft zu leistenden Arbeiten gewiss etwas vereinfachen und auch vereinheitlichen.

Das perfekte Werk soll mitunter schon etwas Tolles und Wertvolles sein. Im Grunde wird es so etwas auch geben. Der Geist des Menschen soll da aber keiner sein, welcher solche Dinge verwirft, wie sie ein Mensch schafft.

Etwas Perfektes im Sinne einer höchsten Form und Güte würde nicht wirklich so ganz das Meinige sein. So etwas stellt in meinen Augen mitunter das absolute Endprodukt der letzten, gerade noch möglichen kreativen Entfaltung eines Menschen dar. Bezogen auf eine spezielle Sache, einem Werk etwa, wird dies dessen letzte Stufe der Vollendung sein. Danach könnte erst einmal nichts Weiteres mehr erreicht werden. Dann wird alles weitere Schöpfen solcher Dinge wahrscheinlich plötzlich uninteressant für uns sein. Da bricht der Wunsch nach Betätigung jäh ab.

Jeder Mensch macht eigene Erkenntnisse. Nach meiner Vorstellung ist es so, dass der Mensch bei Werke über die Schnittstelle des bearbeiteten Gegenstands sich selbst reflektiert. Dabei korrespondieren Werk und Werker miteinander durch das Wirken. Es stellt die eigentliche Schnittstelle dar und muss geübt werden. Der Künstler sucht nach einer geeigneten Darstellung seines Motivs durch dessen einfache Vollendung. Diese findet zuweilen auch wirklich bei uns statt. So entstehen Entwürfe, aber allein nur selten etwas Edleres. Dabei verbessern sich auch ein ganzes Stück weit die Fertigkeiten eines Malers, wenn er dafür offen bleibt, was entstanden ist. Da geschieht es dank der zielgerichteten Ausübung dieser Betätigung von sich aus, dass sein Werk ihm entspricht.

Es soll das Wirken eines Menschen zu einem verbesserten Werkschaffen für die Zukunft führen. Da wird der Weg zum Wendel und erfährt eine Vertiefung einer zusätzlichen Dimension. Getreu einem solchen Kreislauf der Wege und des Wirkens an Objekten gelingen uns Menschen wahrscheinlich irgendwann möglicherweise auch ganz großartige Dinge, auch wenn das nicht zu erwarten sein würde, dass es sogleich einsetzt. Um wie viel größer wird dann aber die Freude darüber sein, wenn das endlich wahr geworden ist!

Das Erreichen einer Perfektion würde für mich nicht erstrebenswert sein. Sie legt mich zu sehr fest. Diese wird zuweilen sogar schädlich sein, wie ich vermute. Das ist wahrscheinlich, etwa wenn sie zu verfrüht eingetreten ist und man Erfolg mit etwas hat, für das ein solcher nicht gerechtfertigt sein würde. Eine Perfektion kann, so fürchte ich es, mitunter zum endgültigen Abbruch eines eigentlichen Strebens nach Kunstfertigkeit bei uns Menschen führen und uns zu Schöpfern von billigen Abklatschen machen.

Somit habe ich es für richtig angenommen, dass ein Streben nach der Perfektion des eigenen Wirkens für einen kreativen Menschen auch eine Sackgasse sein kann. Schließlich gilt es doch, ein ganzes Leben sinnvoll mit Arbeitsaufgaben auszufüllen, um dieses für etwas einzusetzen, was auch wirklich gebraucht wird. Im besten Fall wird man so auch etwas davon haben, was man da tut.

Dokumentation

Zu meinem Kunstschaffen

Ich bin wahrscheinlich noch weit genug entfernt von einer Perfektion meines eigenen Könnens, um es zurecht sagen zu können, dass ich eigentlich noch einen weiten Weg vor mir habe. Jene Produkte aus meiner eigenen Werkstatt sind in ihrer Einfachheit zwar mitunter manchmal schon schön, doch eine wirkliche Kunstform ist das normalerweise noch immer keine, was ich da betreibe. Was ich da schaffe soll von einer einfachen Art sein. Ich kenne eh überhaupt keine richtige Definition davon, was denn nun eine oder gar die Kunst eigentlich sein wird. Ich würde es auch nicht glauben wollen, dass es wahr sein kann, dass eine solche im Auge des Betrachters liegen wird. Schließlich muss doch gerade der Mensch bei Werke tätig gewesen sein, um den Sinn eines solchen Werkes zu verstehen. Was sollen da die Augen der Untätigen für diese Werke bedeuten?

Eines kann ich für mich und meine Belange jetzt schon mit einiger Sicherheit sagen. Ich werde noch so manches eigentliche Werk vollständig auszuarbeiten haben, ehe sich einmal klar abzeichnet, wohin mein Weg als Künstler mich führt. Doch jetzt möchte ich erst einmal meine derzeitige Situation betrachten und bewerten.

Meine bisherigen Werke tragen noch immer die Handschrift einer fast spielerisch durchgeführten Arbeit an sich. Diese sind ohne den Zweck einer Vermarktung der Bilder als eine Ware von mir hergestellt worden. Einzig für die jeweiligen Foren im Internet gestalte ich nun noch Werke. Diese werden kaum nachgefragt. Bei der Erstellung dieser Bilder gebe ich mir mittlerweile aber wieder manche Mühe. Ich stelle da auch manches davon endlich fertig, was schon lange im Raum gestanden hat. Das mache ich gänzlich aus einem eigenen Antrieb heraus. Dazu hat man mich nicht gedrängt, so etwas zu tun. Ich bin in diesen Dingen frei geblieben.

Mein Dasein weist bereits seit vielen Jahren das Merkmal des durchlebten Ernstes einer existenziellen Not auf. Ich könnte es nicht genau festmachen, aber ich glaube, dass das etwas ist, was für Künstler und deren Werkschaffen so wesentlich und von Bedeutung sein wird. Eine erste Phase der Selbstfindung hat bei mir bereits vor über 20 Jahren begonnen. Manche Weitere ist gefolgt. Habe ich diese Phasen auch noch immer nicht allesamt gänzlich in allen Bereichen abgeschlossen, so bin ich doch bereits den einen oder anderen Schritt mit meiner Sache weitergekommen. Die Suche nach einer eigentlich richtigen Darstellungsweise der eigenen Dinge hat mir dabei etwas über mich aufgezeigt. Mein Dasein und dessen Natur kenne ich inzwischen gut.

Der Ernst des Lebens hat bei mir bereits früh im eigenen Dasein Einzug genommen. Er kommt durch meine Kunstwerke auf eine Art und Weise zum Vorschein, welche meinem Wesen entspricht. So erkenne ich es an, was mir eingegeben ist. Überhaupt entsprechen meine Werke in der Hauptsache mir selbst und meinem Erleben. Das eigene Wesen mit seinem Denken und Empfinden bedeutet mir etwas.

Meine Werke sind zum Teil absichtlich unbewusst gehaltene, also unscharf gefasste Formulierungen meiner eigentlichen Art, die Dinge zu verstehen. Diese verfügen über eine eigene Zeichnung. Jene ist so, wie ich das an den Dingen der Umwelt aufgrund meiner Einschränkungen im Bereich der Wahrnehmung auffinde. Meine Bilder sollen aus diesem Grund immer auch ein Zeugnis für mich und meine Tatkraft sein. Ich habe diese entsprechend der Beweggründe meiner eigenen Existenz ausgestaltet. Dank dieser Tätigkeit daran habe ich mir eine eigenständige Sicht auf die Dinge dieser Welt trotz widriger Umstände erhalten.

Dokumentation

Meine Arbeitsweise

Dank einer Berücksichtigung der Wertigkeit meiner eigenen Intuition kann meine Arbeitsweise mitunter sehr bewusst sein. So werden mir meine Wege bekannt. Diese Arbeitsweise führt mich immer wieder zu ähnlichen Aufgabenstellungen.

Wie stelle ich meine Werke her? - Dazu möchte ich jetzt etwas sagen. Es geht mir bei meinem Werkschaffen darum, erst einmal einen geeigneten Anfang für ein Bild zu finden. Dieser soll grundsätzlich Bestand vor den Augen meiner Freunde in meinem persönlichen Umfeld haben. Anhand des bereits durch den gegenwärtigen Moment für mich vorgegebenen Empfindens habe ich bereits etwas zu eigen, was sich da verwerten lässt. Verbunden mit jenen paar Strichen zu Anfang eines neuen Werks ergibt das eine mehr oder minder kurze Phase der Findung eines Motivs. Dieses versuche ich aus mir zu entwickeln. Mit Zuhilfenahme meiner Phantasie bilde ich dabei etwas, das bestimmbar zu sein scheint. Aus dem bereits zu anfangs Gegebenen entsteht es frei und unverblümt. Das soll dann auch etwas sein, was ungefähr so wie ein Kunstwerk aufgebaut ist oder wenigstens so wirken möchte.

Da bin ich aktiv und gestalte etwas. Ich möchte aus den von mir hergestellten Strichen und Farbflächen etwas Vorzeigbares entwickeln. Ich schöpfe so immer wieder aufs Neue ähnliche Dinge, welche sich auf einen Ursprung zurückführen lassen. Das schaffe ich dank der Vereinheitlichung meiner Formen. So ist eine der Weisen, welche es aufzeigen, wie ich male oder zeichne.

Stegreif, Improvisation oder intuitive Gestaltung wird das eben sein, was dabei geschieht. Dabei ist mein Werk gespickt mit solchen Elementen, wie sie für meine Selbstauffassung Relevanz haben.

Dokumentation

Methoden

Es entspringt jene Vielseitigkeit meiner Malerei eigentlich der Gründlichkeit einer Beobachtung von mir. Mein Spektrum an Aufmerksamkeit ist zeitweise sehr fein verästelt ausgebildet.

Eine gewisse Vielfältigkeit bei der Umsetzung einer Aufgabenstellung wird bei mir ergänzt durch eine Lust am Neuinterpretieren und Bereinigen der bereits für mich vorgegebenen Dinge. Andererseits besteht da auch eine gewisse rhythmische Unsauberkeit in der Ausprägung einer Linie in meinen Bildern. Dazu kommt dann noch das Pulsieren eines etwas einfach gehaltenen Konzepts, welches nahezu alle Bilder immer wieder einmal als Explosionen aus der Mitte heraus angesehen hat und auch so interpretiert. Diese gehen von einem Zentrum aus, in welchem das Motiv in geballter Weise entsteht, und erstrecken sich fast ganz bis zum Bildrand hin. Dabei entfaltet sich das Motiv nahezu von allein.

Zuweilen geschieht das auch als eine Ausprägung eines höheren Potentials, welches sich (in Serpentinen) über das Blatt ergießt. Es überlagern sich diese Ebenen der Gestaltung nacheinander. Zeitlich gesehen ist das so. Der Vorgang der Bildgebung wird von mir beobachtet und aufgefasst. Layer für Layer arbeite ich das Bild als ein Gesamtes aus. Jeder dieser Schritte wird von mir vervollständigt, sodass Bilder im Bild als Ebenen wahrgenommen werden können.

Ein drittes Konzept ist eine Ausrichtung von (geometrischen oder quasigeometrischen) Formen nach dem Maßstab '1: 1: 1 = 100 %' auf dem Blatt Papier. Diese Objekte entfalten sich aus sich selbst heraus durch Vervielfachung. Ich assembliere diese lediglich durch ihre Wiederholung als Sequenz.

Vierte Art der Bildgebung bei mir ist dann schlussendlich auch noch ein String an Formen, welcher in eigenen Frequenzen (etwa in Form von Gekrakel) in situ nach der Technik 'aus der Hand' und 'in einem Wurf' erscheint.

Zuweilen habe ich diese vier Techniken auch miteinander kombiniert. So sind meine Werke ihrer Art nach entstanden.

Gedanke

Etwas zur eigentlichen Kompetenz

In der Regel habe ich eine einzelne Arbeit in situ ganz bis zu ihrer Fertigstellung ausgearbeitet. Ich verwende dazu zumeist keine zusätzlichen Materialien (Photographien, etc.), erstelle keine Skizzen außer dem Original und erarbeite keine weiteren Entwürfe zu einer bereits bestehenden Sache.

Ich habe mich bisher fast immer schon mit dem ersten Wurf des Originals einer neuen Arbeit begnügt. Das habe ich nun schon seit fast über 20 Jahren so getan. Mich hat bisher noch keine Reue deswegen überkommen. Das Gewordene ist so bereits gut für mich, wie es mir gelungen ist. Praktisch kaum eines meiner Bilder habe ich bisher als vollständig ausgearbeitetes Fabrikat benötigt. Ich male zu meiner eigenen Freude. Mir haben oftmals schon die jeweiligen Entwürfe meiner Motive ausgereicht.

Ich arbeite an meinem Werk mit Bezug zu etwas direkt Erfassbarem. Ich betrachte dazu das vorzufindende Geschehen bei mir. Dieses nehme ich wahr. Ich schaue auf das Blatt, sehe etwa die gerade verlaufenden Farben oder eine begonnene Linie und deren Verlauf. Da das von mir dann auch noch auf dieselbe Weise vervollständigt wird, ist meine Malerei eine unbewusste. Dabei ist es mir wichtig, dass der schöpferische Funke dem Werk auch nach dessen Fertigstellung nicht verloren gehen würde.

Es geht mir bei meiner Kunstsache um die Vollendung des Eigenen hin zu etwas Edlem. Das soll etwas Eigentliches von Bedeutung für mein Dasein sein. Dazu ist das Handwerk eines Künstlers eigentlich bestimmt und auch ich möchte das so für mich handhaben dürfen.

Hinwendung

Philosophie oder ein Inhalt des Gegebenen

Ich nehme es an, dass es für die Dinge eines Menschen, also auch für eine Erzeugung von Kunstwerken durch einen solchen, nicht allein nur einen natürlichen Ablauf beim Procedere von deren Herstellung, sondern auch einen natürlichen Aufbau der Konstruktion (eines Motivs) gibt. Diese Bestimmung der Dinge soll durch eine dem Menschen eingeschriebene Natur erfolgen. So etwas versuche ich mit meinen Werken einzuhalten. Dazu versuche ich es, jene erlernten oder mir bereits angeeigneten Wege zu erhalten und es weiter auszubauen, was dank dieser entsteht.

Meine eigenen Dinge möchte ich so ausgestalten, dass diese einmal vor Ihnen bestehen werden. Dazu vervollständige ich meinen jeweiligen Arbeitsschritt, wie er von sich aus ist. Da lerne ich das Wesen von mir kennen, weil auch es damit korrespondiert. Es wird mir durch einen solchen Arbeitsvorgang ersichtlich.

Eigentliche Bilder eines Menschen fungieren auch als das Spiegelbild von etwas Seelischem. Das verleiht den Werken überhaupt erst einmal ihre wirkliche Kraft und Würde. So etwas kann sich danach fortwährend emanieren, sobald es einmal hergestellt worden ist. Da beziehe ich dann endlich auch selbst eine gewisse Macht aus der Schau eines Werkes durch die Betrachter.

Es entsteht da bei mir ein Flechtwerk aus Bezügen, weil auch ich diese Bilder ansehe und die Texte dazu lese. Meine Innenwelt wird dadurch intensiv für mich erfahrbar und verlebendigt. Es bilden sich da eigene Vorstellungen dazu heraus, was ich bin, habe und tue. Das geschieht in einer einfachen Weise und bringt mal schönere und mal weniger genüssliche Früchte hervor. Jene visuellen Reize der Bildnisse können derweil mit mancher Bedeutung versehen sein, was bewirkt, dass ich wach und klar durch diese im Geiste werde.

Somit erreiche ich etwas für mich. Etwas wird mir dabei bewusst. Da erlange ich manche Erkenntnis zu mir und meinem Leben. Über mich sinne ich bei einer Betrachtung der Werke zeitweise nach. Aber auch andere Menschen werden von mir dabei mit Aufmerksamkeit bedacht.