Stellungnahmen

Affirmation

Ich habe weniger Zweifel an der Vorgabe durch die Natur des Menschen für dieses Leben behalten, als ich Zweifel an mir selbst über die Wertigkeit meines eigentlichen Vermögens trage.

Dokumentation

Stellungnahmen

1.) Die Einrichtung eines Internetzugangs hat es mir ermöglicht, mein eigenes Werk anderen Menschen vorzuzeigen, ohne selbst einen allzu großen technischen Aufwand betreiben zu müssen. Es liegt nun an mir, es selbst zu entscheiden, was ich wann und wo den Nutzern desselben vorstellen möchte. Dieses Netzwerk unterstützt mich bei meiner künstlerischen Selbstfindung durch die Kontinuität seines Bestehens. Dank dessen kann ich meine eigenen Dinge nun endlich mit gutem Grund aufbereiten. So kann das eigene Gut nach und nach durchaus auch sprachlich von mir aufgewertet werden. Ich habe manchmal bereits eine gewisse Vorstellung davon gehabt, dass vielleicht eines meiner selbst gestalteten Werke jemandem anderen, welcher es sich schon einmal angesehen hat, gefallen wird. Dann, wenn ich mich daran erinnert habe, dass so etwas nicht unwahrscheinlich sein müsste, empfinde ich dieses eigene Kunstschaffen von mir in der Regel als angenehm. Dann habe ich oftmals sogar ein paar ansprechende Gedanken und Ideen dazu an mir getragen. Manchmal habe ich mir selbst wegen einer solchen Vorstellung davon auch wieder etwas mehr Mühe bei meiner nachfolgenden Arbeit gegeben.


2.) Ein wichtiges Ziel meiner Konzeption als Künstler ist die Sicherstellung einer guten Motivation von mir selbst zum Arbeiten an einem eigenen Werk. Diese benötige ich sowohl um etwas Neues zu schaffen, als auch um etwas Altes sinnvoll aufzubereiten. Da möchte ich an der eigentlichen Intention von mir, dank welcher ich bisher meine Dinge erarbeitet habe, auch weiterhin festhalten können. Es gelte mir etwas, immer wieder aufs Neue etwas Eigenes zu schaffen. Ich möchte auch weiterhin etwas gestalten und so an alte Leistungen anzuknüpfen wissen.

Es ist bisher nicht jede Idee von mir als ein eigentliches Werk umgesetzt worden. So habe ich noch manches zu meinem Fundus zu ergänzen. Es bedarf vieler Stunden des eingehenden Arbeitens daran, ehe solche tiefsitzenden Gedanken und Ideen von mir freigesetzt werden können.

Das bedeutet für mich, dass ich mich nicht von dieser Kunstsache allzu weit entfernen möchte. Zumindest nicht so weit möchte ich das tun, dass es mir fern erscheinen wird, sie weiter fortzusetzen. Um das eigene Gute zur Ausreifung bringen zu können, bedarf es gewiss einer ausreichenden Intensität des Arbeitens daran. An dieser Sache schule ich mich für eine Zukunft. Das habe ich spätestens im Jahre 2004 so begriffen. Damals hat diesen Sachverhalt ein Professor meinen Kommilitonen und mir während unseres Studiums bezogen auf die Software FEM erklärt. Das Gleiche gilt bestimmt allgemein für viele Dinge des Lebens. Im Mindesten wird es auch für so schwierig zu beherrschende Sachen, wie die Kunst, die Musik und die Literatur es sind, Gültigkeit haben können.


3.) Das Spezialistentum, welches gegenwärtig bei den Menschen in Europa üblich ist, resultiert bestimmt auch aus den hohen Anforderungen auf den Fachgebieten. Ohne eine ausreichende Hinwendung zur Materie des eigenen Berufs könnte die richtige Arbeitsweise womöglich nicht rechtzeitig erlernt und das eigene Werk darum nicht den Erfordernissen eines Kunden entsprechend gefertigt werden. Das gilt so bestimmt auch für den Tätigkeitsbereich der Kunst. Auch ich habe es vor, mich weitergehend zu spezialisieren und werde mich darum mehr und mehr einem genauer zu definierenden Arbeitsgebiet zuwenden. Um das tun zu können, möchte ich meinen Fundus nicht nur aufbereiten, sondern diesen auch von Zeit zu Zeit sichten und auswerten. Das gesamte Werk soll einmal gut zueinander passend ausfallen.

Ich ziehe es darum vor, das eine oder andere aus dem 'Baukasten', meiner Werkschau wieder zu entfernen. Das mache ich so, wenn es der Sache von mir besser entspricht, dass etwas gelöscht wird. Ich werde kaum das Gesamte davon aufrechterhalten können, wenn ich mich nicht auf das Wesentliche dabei begrenzen würde. Es gilt darum, jene hier entstandenen Dinge gerade zu richten und nötigenfalls diese in ihre Ausgangsposition zurückzudrehen, in welcher sie gewisslich wahr erscheinen werden.


4.) Viele Jahre lang bin ich nun schon kreativ tätig an eigenen Werken. Erst in den letzten Jahren habe ich mich stärker um eine Aufbereitung davon bemüht. Bis zum Jahr 2006 habe ich da kaum etwas dafür getan und alles brachliegen lassen.

In der Zwischenzeit habe ich wiederum so vieles geschaffen, was mir selbst auch weiterhin entsprechen soll. Das ist etwas, was ich für wichtig genug dazu erachte, um es wirklich so sagen zu wollen. Ich werde diese Dinge meinem Werk zuordnen. Es hat mir bereits manches Mal schon etwas an eigentlicher Zufriedenheit verschafft, was ich da getan habe. Nun ist dafür die Zeit gekommen, zu der ich meine Dinge klar zu stellen, zu bereinigen und auch aufzubessern lernen möchte.

Ich habe viele meiner frühen Werke als Objekte aufgehoben und arbeite diese jetzt nach und nach für das Internet auf. Dazu photographiere ich sie. Ich möchte das Entstandene vorzeigen. Dann prüfe ich dessen Eigenschaften und ordne das daran Aufgefundene meinem Gesamtwerk zu. Die mir dabei verständlich gewordenen Dinge aus meiner eigentlichen Gedanken- und Ideenwelt verwebe ich miteinander zu einem festen Tuch, wenn ich etwas dazu aussage.

Spielräume für ungewisse Interpretationen gibt es in meinem Dasein noch immer zuhauf. Manche davon sind nicht gar so gut für mich gewesen und haben mich verwirrt. Etwas davon gelte es darum festzulegen, was mich bedingt. Das mache ich selbst, damit es endlich bestimmt wird, was es ausmacht. Einiges habe ich bereits am PC dazu ausgearbeitet. Ich stelle das zusammen mit meiner Werkschau im 'Baukasten' dar.

Das Ganze davon bedarf noch einiger weitergehenden Bemühungen. Diese möchte ich selbst durchführen. Im Geiste des Versuchs einer Klärung meiner eigenen Dinge leiste ich das Meinige auf eine aufrechte Weise. Eine Tatsache ist aber auch wahr. Es soll richtig sein, dass sich das Aufzeigen meiner eigentlichen Beweggründe zu diesem Werkschaffen nicht so einfach umsetzen hat lassen. Vieles halte ich noch immer zurück. Das ist mir vorgegeben. Manches schütze ich dazu einfach.

Der Umstand, dass eine Zurschaustellung meiner Dinge so speziell ausfällt, macht mir dagegen manchmal sogar Freude.


5.) Wer etwas Eigenes schaffen können möchte, was ihm einmal zur Grundlage für ein eigentliches Werk dienen soll, der kann sich am dafür richtigen Ort ohne Zeitdruck mit jenem für ihn geeigneten Material entsprechend des ihm vorgegebenen Gutes beschäftigen, wie es ihm vorkommt. Dabei soll er sich zu bedenken wissen und das dabei Gefundene umzusetzen bereit sein.

Eine solche Anleitung wende ich selbst zur Findung eines Werkes auf meine eigenen Dinge an.


6.) Ich habe in den vergangenen Jahren schon einiges aufgeschrieben. Eigentlich möchte ich es damit erreichen, dass mir selbst diese Konzeption auch im Nachhinein wieder und wieder verständlich wird. Bei Werke möchte ich manches davon aufgreifen, was hier bereits bewahrt worden ist. Jene dabei gerade von mir zu gewinnenden Gedanken und Ideen möchte ich wiederum dazu einsetzen, um das Meinige in seiner bündigen Art zu erhalten. Dazu werde ich es einfach notieren, was mich an Gedanken und Ideen umweht.

Die Frage, was mich in diesem Dasein bewegt, möchte ich mir da stellen. Diese Fragestellung halte ich aufrecht. So versuche ich es, etwas in einer für mich als geeignet erscheinenden Weise davon zu verlebendigen.

Jene dabei einmal geschöpften Dinge sollen mir auch weiterhin gut vertraut sein. Schließlich sind das ja auch die Felder, welche ich da selbst beackert habe.