Anleitung

Brief

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich selbst lese mir dieses Wiki nach der Reihe der vorhandenen Texte immer wieder aufs Neue durch und erkenne dabei die offenkundigen Eigenschaften davon. Da ich der Schreiber dieser Seiten bin, kann ich das so machen. Ich finde mich hier gut zurecht. Es gelingt mir selbst auf diese Weise etwas Erbauliches zu empfinden, während ich an dieser Festung der Worte tätig bin.

Was ich mit meinen Schriften an Gedanken und Ideen zu bewahren versuche, das bedeutet mir zumeist etwas, wenn das nicht sogar viel sein würde. Nach und nach versuche ich es, das hier vorhandene Werk weiter auszubauen und zu verbessern. Der jetzige Zustand davon soll jener einer Zwischenstufe sein. Auf einem Weg hin zu einer eigenständig erarbeiteten Literatur befinde ich mich derzeit.

Doch eine solche Lesung, wie ich sie hier durchführe, möchte der einen oder anderen Person aus dem Publikum möglicherweise nicht wirklich gut liegen. Es wird dazu einer freien Gestaltung der Betätigung daran und damit bedürfen. Das sehe ich ein.

Machen Sie darum bitte das, was Sie selbst gerne tun möchten. Lesen Sie etwas in diesen Texten. Schauen Sie sich bitte aber auch die Bilder aus meiner Werkstatt an. Achten Sie dabei auf ihr eigenes Befinden, während sie das machen. Steuern Sie bitte ihr 'Schiff' nicht gegen die felsigen 'Klippen' dieses Karteikastens, wie diese zuweilen vorkommen. Behalten Sie einen Überblick bei und wissen Sie immer, was Sie gerade tun. Allein nur auf eine überlegte Weise kann man mit meinem Werk gut zurechtkommen.

Sie haben das von mir erzeugte Gut bisher vielleicht noch nicht genau gesichtet. Es ist das hier vorhandene Textwerk jetzt schon so weit gediehen, dass ich es veröffentlichen habe können. Meine weitere Arbeit daran soll das Lesen dieser Schrift leichter machen. Ein eigenes Bedenken des Menschen sei zu schulen. Eine Kognition und eine Mnemonik von uns sollen durch diese, hier dargestellten Sachen gefördert werden.

Seien Sie bitte so gut und treten meinem Werk unvoreingenommen gegenüber. Fassen Sie diese Dinge dazu so auf, wie sie Ihnen vorkommen.

Mit der Bitte um eine gewisse Kraft und Ruhe bei der Lesung der weiteren Texte verbleibe ich nun und übermittle Ihnen hiermit

viele Grüße

der Autor Mathias Schneider

Dokumentation

Aussagekraft meiner Texte

Meine eigenen Schriften erarbeite ich in situ mit dem an Wissen, was ich von dem Vorgegebenen meines Daseins bereits selbst erkennen kann. Ich orientiere mich beim Verfassen eigener Texte vornehmlich an den bei mir vorhandenen Ressourcen. Gleich dem Flug eines Vogels für diesen ist das, was ich schreibe, eins mit mir und doch von übergeordneter Art. Ich entsage der Natürlichkeit meiner Dinge und bringe sie nach und nach in Form. So, wie ein Vogel flügge wird und sich alsbald in die Lüfte erhebt, um zu fliegen, so bleibe ich der, welcher ich nun mal bin und schreibe, male und musiziere (in meiner freien Zeit). Diese Betätigungen helfen mir manchmal auch dabei, zurück zu einer guten Verfassung zu finden.

Das, was ich bisher bereits gemalt, geschrieben und gesungen sowie gespielt habe, soll mich selbst mit eigenen Gütern ausstatten. Diese Gaben sind zeitweise sehr unterschiedlich bei mir ausgeprägt.

Ich erhalte meine Werke. Das Aufbewahrte trägt etwas Gutes an sich, für das ich mich gerne einsetze. Dieses bildet meinen Fundus. Der ist mittlerweile reichhaltig ausgestattet. Ich entnehme dem Eigenen nach und nach das eine oder andere an Ideen und setze es wiederum auf eine ähnliche Art zusammen, wie sie bereits vorkommt, sodass es mir als Grundlage für mein weiteres Arbeiten dienen kann. Dabei erkundige ich das Gebiet meiner Innenwelt.

Diese soll feststehende Grenzmauern aufweisen. Eine Aussagekraft der eigenen Texte sei stets auf etwas beschränkt, was auch wirklich mit meinem Dasein und Leben zu tun haben wird. Diese Schriften sollen jeweils für sich selbst stehen und ganze Einheiten für sich verkörpern. So versuche ich es einzurichten, was ich da tue. Das sollen einmal eigentliche Beispiele derselben Sache sein, welche mich ausmacht. Vielleicht gelingt es mir so, meine Person etwas zu beleuchten. Das Gesamte, was meinen eigenen Dingen schon eingeschrieben ist, wird in einer einfachen Weise richtig zu benennen sein, was ich sicherstellen möchte. Das mache ich so gründlich, wie mir das gerade möglich ist.

Mir würde es mit diesem Wirken nicht allein nur darum gehen, selbst 'Briefe ans Internet' zu verfassen. Ich versuche es mein Dasein zu erfassen. Es geht mir dabei auch darum, mich mit einer eigenen Kraft für meine Sache einzusetzen, sodass ich diese einmal erreichen können werde.

Zeitweise habe ich Erfolg damit. Leider könnte ich es nicht erahnen, wie meine Werke auf andere Menschen wirken. Wer genau diese eigenen Ausführungen einer Sprachgestaltung von mir zu Gesicht bekommt, das würde ich auch nicht sagen können.

Wie gestalte ich diesen Karteikasten aus? - Bisher arbeite ich blindlings drauflos und verhalte mich dabei dennoch, so mir das möglich ist, vorsichtig und auch umsichtig. Was die eigene Moral von mir bei Werke betrifft, so versuche ich es stetig zu bleiben. Mit Bedacht möchte ich bei der weiteren Erstellung meiner Werkschau vorgehen. Ich möchte wirklich keinen mit meiner Art, wie ich die Dinge meines Daseins beschreibe, vor den Kopf stoßen.

Da ich selbst ein Christ bin und mich selbst als jemanden ansehe, der sich aufgemacht hat, um dem einen Gott aller Menschen mit seinem eigenen Werk etwas zu dienen, ist es so, dass ich meine eigenen Inhalte zuweilen sehr genau auf etwaige Mängel und Unstimmigkeiten prüfe. Ich radiere und trimme meine eigenen Worte, wann immer das geschehen soll, für den Fall, dass es sie aufbessert. Ich mache das so, auf dass diese mit ihrer Wertigkeit auch weiterhin für mich stimmig bleiben. Das können diese Schriften im Gesamten allein nur dann sein, wenn sie mir auch heutzutage noch genügen. Dazu pflege ich sie.

Ich behalte dabei nicht allein nur meinen Erfolg als Künstler im Blick, sondern trage auch das Bestreben an mir, etwas Eigentliches auf eine vernünftige Weise für die Allgemeinheit zu leisten, wie das heutzutage vielleicht gebraucht wird. Das hier bewahrte Textwerk soll zudem so geartet sein, dass es für andere Menschen auch in Zukunft noch zu etwas Gutem zunütze sein wird.

Ich habe mich bisher nicht wirklich gut in diesem Dasein als Kunstschaffender aufgestellt. Meine eigentlichen Dinge verharren größtenteils in ihrer Latenz und sind kaum von anderen Leuten richtig einzuschätzen. Es sind bisher noch immer die Werke eines einfachen Dilettanten, was ich da vollbringe. Das weiß ich gut, weil mir das so mancherorts vermittelt worden ist.

Erst nach und nach kann ich etwas davon verstehen, wie man eigene Werke und Schriften dazu erstellen kann, mit was ich mich im Alltag befasse. Mein früheres Üben davon ist zuweilen leider etwas hastig geschehen. Das hat mich manchmal an ferne Ufer meiner Innenwelt geführt, mir aber nicht immer auch einen Weg zur Gewinnung von dementsprechenden Kräften vermittelt. Da bin ich zuweilen arg in Not geraten. Nun gilt es mir etwas, zum Kern der Sache zurückzufinden und wieder in ein gewohntes Gebiet heimzukehren, wo ich selbst hinreichend klarkommen kann. Das möchte ich so tun, ohne dabei zuviel vom bisher Erreichten aufzugeben. Es gilt mir etwas, eine Brücke zu schlagen und den Bogen über diese eigenen Dinge hinweg zu spannen, auf dass diese sich miteinander verbinden können. Ich möchte dazu den wahren Verlauf jener Entstehung meiner Erfahrungswelt benennen. So will ich den Kreis meiner Dinge zukünftig einmal zuschließen können, auf dass der gebrochene Zustand davon nicht länger andauern würde müssen. Oh, ich möchte es für mich selbst somit erreichen können, dass meine eigenen Dinge unter einen einzigen Hut passen.

Dokumentation

Beim Lesen eine Information aus sich selbst beziehen

Jene Information, welche einer Werkschau wie dieser innewohnt, kann wahrscheinlich mehr ermöglichen als allein nur ein bloßes Verständnis für das Wesen solcher Dinge. Etwas davon wird auch gegeben sein und vorkommen können. Das wird man dieser Schrift entnehmen und selbst nachstellen, ja vielleicht sogar bei der eigenen Praxis gut gebrauchen können.

Von seinem Umfang her ist es bereits eine ganze Menge, was hier vorzufinden ist. Im Grunde bildet er das Wesentliche davon ab, mit was er sich selbst befasst hat. Und doch würde das so noch nicht komplett sein. Diese Werkschau von Mathias Schneider würde derzeit nicht als ein abgeschlossenes System von Gedanken und Ideen zu verstehen sein, welches in sich immerzu schlüssig greift. Manchmal entbehrt das hier Dargestellte auch einer eingängigen Logik. Es gibt zudem einiges, was bisher mangels jener Güte der eigenen Gedanken und Ideen dazu noch vom Autor hier ausgeklammert wird oder bisher allein nur am Rande erscheint, obwohl es doch für die Auffassung seines Wegs wichtig sein wird, auch darauf einmal genauer einzugehen.

Wer sich dieses Werk anschaut und etwas dazu durchliest, der benötigt selbst einen Kamm dafür, um damit zurechtzukommen. Die Gedanken und Ideen des Autors Schneider haben noch nicht jene dafür richtige Form erhalten, wie sie eigentlich notwendig sein wird.

Diese Werkschau hier soll eng an Schneiders Dasein angelehnt sein. Doch dieses Dasein von ihm beinhaltet auch solche Dinge, welche er nicht gerne öffentlich benennen möchte. Diese kommen hieran in der Regel allein nur sporadisch vor. Das eine oder andere von sich führt er zwar genau aus, doch seine Tendenz dabei ist es, dass er mit vielen Worten eigentlich 'nichts' oder zumindest 'nicht viel' aussagt, wenn es um die privaten Dinge geht. Ihm geht es bei Werke mehr um ein Erleben der eigentlichen Sprachlichkeit seiner Person. Das Geschriebene soll in einfacher Weise nachvollzogen werden können. Diese Werkschau stellt seine eigenen Dinge dar. Sie würde nicht dafür da sein, einen Voyeurismus zu bedienen.

Das Strickmuster, nach dem dieser Karteikasten von Schneider angelegt wird, soll zu benennen sein. Schneider folgt seinem tatsächlichen Gedanken beim Arbeiten an diesem Werk. So, wie dieser da aufkommen kann, stellt er ihn auch dar. Seine Sprache ist also eingekleidet in Phrasen. Solche fügt er, indem er ihren Ablauf in geordneter Weise bestimmt. Dabei arbeitet er sich vom Kleineren zum Größeren vor. Eine Lesung seiner Texte wirkt auf ihn selbst in einer besonderen Weise ein. Das erzeugt zeitweilig jene für ihn so kostbaren Momente der Kontemplation.

Jene für dieses Werkschaffen einsetzbare Zeit ist allerdings begrenzt. Darum möchte er es versuchen, die eigenen Werke zeitnah zu deren Reife zu bringen. Schneider arbeitet derweil fleißig daran. Im Umgang mit diesen Dingen festigt sich seine Art der Sprachgestaltung mehr und mehr. Das dient seiner Sache, weil sein Werk darum wahrscheinlich einmal vollendet werden kann.

Dokumentation

Data Juwelery

Ein Juwel ist ein kompakter, hoch reiner und auch sehr stabiler, wertvoller Gegenstand. Es besteht in gewisser Weise aus einer eigenen Form, seiner Gestalt, und einem Material, welches eine gehaltvolle Masse an sich trägt. Das wird sichtbar. Manchmal glänzt oder schimmert es nach außen hin oder nach innen zu oder es ist gar durchsichtig, ja durchscheinend oder opak. Sogar Licht kann es spiegeln.

Im Umgang mit meinem Karteikasten bin ich darum bemüht, diesen durch meine eigenen Aufbereitungen davon Text für Text in einen gleichwertigen Zustand, wie ein solches Juwel ihn aufzeigt, zu versetzen. Das mache ich mit gutem Grund so. Jene Leute, welche hierher gekommen sind, um in meinem Karteikasten eine ganze Zeit lang zu schmökern, sollen auch etwas davon haben können.

Ich selbst habe auch etwas davon, dass ich diesen Karteikasten erstelle. So ist es mir gelungen, meine Werkschau aufzubereiten. An diesem bin ich schon seit Jahren fortwährend tätig. Das gehört zu einem Kunstschaffen dazu. Es macht im Grunde die Hälfte des Arbeitspensums eines Künstlers aus. Meine eigenen Gedanken und Ideen habe ich zusehends auf diese Weise etwas verdichten können. Manches Wahre zu dieser Sache ist mir darum bereits jetzt schon über mich klar. Darüber freue ich mich sehr. Es hat sich derweil meine eigene Verfassung etwas stabilisieren können.

Dank dieser Bemühungen habe ich manches Textbeispiel für mich erhalten, mit welchem ich nun gut arbeiten kann. Ich habe da etwas geschaffen, was mir von jetzt an als Basis für dieses Leben dienen soll. Es verkörpert den Halt eines Ankers für mich. An diesem setze ich bei der Bildung meiner Kräfte an. Erst dann, wenn diese ausgereicht haben, um ihn anzuheben, werde ich in See stechen können. So wird dieser zu einer Sperre gegen ein voreiliges Handeln von mir selbst. Das Wasser soll dieses Schiff tragen, der Wind soll es antreiben. Einem Wellenschlag soll es standhalten. Mich selbst sehe ich unterdessen als einen ganz gewöhnlichen Menschen an. Ich versuche es, mich auf meinem Weg zu halten.

Dokumentation

Data Mining

Ein wichtiger Aspekt dieser Arbeit an meinem Karteikasten ist jener eines Data Minings. Da ich hier all die Dinge benenne, welche mir wichtig genug dazu erscheinen, um sie für spätere Zeiten zu bewahren, behalten diese Dinge natürlich auch ihre Relevanz für mein Dasein bei.

Fortwährend lese ich jene bereits verfassten Texte aus meiner Feder erneut durch. Dabei sammle ich manchen Eindruck davon auf, was diese bedeuten. Neutral verhalte ich mich zu diesen Dingen, weil es eigentlich unvollkommene Darstellungen meiner eigenen Sache sind. Mein Studium der eigenen sprachlichen Werke führt auf direktem Wege zu deren Korrektur. Das aber wird etwas sein, was ein eigenes Leistungsvermögen erforderlich macht. Ich habe nicht allein nur zu lesen und zu schreiben, ich muss das Gegebene auch bei mir auffassen und meiner eigenen Sache zuordnen. Das hat seine Auswirkungen auf mich selbst. Einem Strahl gleich sind die Kräfte von mir, ihre Dosierung ermöglicht mir eine eigene Einstellung zu meinen Dingen. Da ich sie erfahre, bilden diese mich auch aus.

So ist dieser Karteikasten zu einem Hort der kontemplativen Momente für mich geworden. Aus diesen resultiert dann das Weitere bei mir, von dem ich annehme, dass es genauso wichtig ist. Es dient mir das hier vorhandene Textwerk zu einer Auffrischung meines Kenntnisstands zu diesen Dingen, welche hier vorkommen.

Dieses Verfahren bezeichne ich gerne mit dem Wort 'Data Mining'. Dabei handelt es sich bei diesem 'Bergwerk' im Grunde um einen Garten, welcher durch eigene Gedanken und Ideen von mir gebildet worden ist. Als dessen Gärtner sehe ich mich, so verstehe ich auch mein Wirken daran. Es soll ein Nutz- und Ziergarten sein. Ich glaube, dass diese Tätigkeit förderlich für mich ist.

Dokumentation

Einen Schlussstein setzen

Wer den Sinn von etwas verstanden hat, bei dem haben sich die eigenen Erkenntnisse dazu in einer wirklichen Klarheit gefügt. Da ist etwas tragfähig geworden. Ein Schlussstein stabilisiert den Torbogen und hindert diesen daran, wieder einzustürzen. Die Mauer selbst verstärkt durch ihr Eigengewicht einen solchen Torbogen, worauf dieser seine Fassung nicht wieder verlieren würde.

Alle Beispiele für das eigene Werkschaffen sollen so sein, wie das dieser Torbogen auch ist. Was durch uns gerichtet wird, das halte seine Form bei. Es federe nicht in seine alte Lage zurück, sondern stabilisiere sich in einer verbesserten Lage. So wird das Werkstück für die 'große Sache' zu gebrauchen sein. Das 'Bauwerk' stellt eine solche große Sache hinreichend dar. Es besteht aus einzelnen Teilbereichen, welche für sich genommen errichtet werden. Jedes große Werk setzt sich aus einer Summe von kleineren Werken zusammen. Jeder Meister kennt solche kleinen Werke und weiß diese sinnvoll zu verbinden.

Die einzelnen Werke sind allesamt Beispiele für die Bedeutung des großen Werkes. Was dabei für Techniken zum Einsatz kommen, resultiert aus den Kenntnissen der Meister. Doch nicht jeder würde ein solcher sein, auch wird niemand der Erste unter diesen Meistern sein.

Was wir Menschen leisten können, das ist uns oftmals über weite Strecken und auch über große Zeiträume hinweg übermittelt worden. Da unterscheiden sich die Kenntnisse dazu bei den Menschen erheblich. Das, woran wir selbst partizipieren, würde einem anderen nicht jederzeit in gleicher Güte zur Verfügung stehen. Aber auch das, woran andere partizipieren, würde uns selbst nicht jederzeit in gleicher Güte zur Verfügung stehen. So tun wir gut daran, mit anderen Leuten zusammenzuarbeiten. Dabei können wir so radikal sein, dass wir grundsätzlich mit jedem Menschen zusammenzuarbeiten bereit sind.

Da das Arbeiten den aktiven Bereich des Lebens in großem Maße verkörpert, bedeutet es auch für uns aktiv mitzuwirken, wenn es darum geht ein Werk zu gestalten. Dabei ist es egal, ob wir eine Kathedrale oder einen Bleistift herstellen. Das eine und das andere soll gleichwertig für uns sein. Es gibt keine schlechte Arbeit und keine gute für jenen Menschen, der um die wahre Bedeutung seiner Tätigkeit weiß.

Sprachgestaltung

Eine Klärung

Eine Bedeutung haben allein nur jene Dinge für uns Menschen, welche es gibt. Auf solche Dinge kann eingegangen werden. Mathias Schneider hat sein Kunstschaffen in den Mittelpunkt seiner Sprachgestaltung gestellt, weil dieses vorhanden ist und vorkommt. Er setzt es darum als das Beispiel seines Wirkens ein und kleidet seine Gedanken und Ideen in dazu passende Worte. Das, was sein Kunstschaffen ausmacht, möchte er auch benennen können und befindet sich darum auf dem Pfad der Selbstverwirklichung. Seine Muttersprache gebraucht er, um diese Sachverhalte darzustellen. Eine solche Sprache hat ihre innere Ordnung, diese kann dafür genutzt werden, um sich verständlich zu machen. Dazu stellt man die eigenen Belange in dafür gültiger Weise dar. Doch die Worte sollten nicht allein nur zu lesen, sondern immer auch auszusprechen sein. Eine Schöpfung aus Worten wird eine sein, welche erklingt.

Den Klang der Worte kann man leicht nachbilden. Als Mensch ist man in dieser Hinsicht sehr begabt. Man versetzt sich so in die dafür richtige Lage, um die Auswirkung der Worte hören zu können. Ein Hören der Worte ist nun ein ganz anderer Zugang zu sich selbst, als das ein visuelles Lesen sein wird. Was wir hören, das fassen wir auch mit diesem Sinn auf.

Ein Zuhörer also soll der Leser sein. Als ein solcher wird er anders begabt zu einer Aufnahme davon sein, was hier geschrieben steht. Gesprochene Worte sind lebendige Worte. Erhörte Gedanken und Ideen formen das Verständnis eines Menschen für die jeweilige Sache gänzlich anders, als das durch das visuelle Sehen bewirkt werden kann. Doch wir möchten das Sehen des Menschen nicht unterdrücken und hören darum gut zu.

Da etwas Gehörtes uns anders vorkommt als der sichtbare Anteil der Welt, setzen wir das Gehörte entsprechend unserer Kenntnisse zusammen und versuchen es, damit klar zu kommen, was wir da bilden können. Dabei wird der Mensch zu einem Konstrukteur und bildet diese Dinge getreulich nach.

Als ein solcher Konstrukteur setzt dieser zeitweise die Vorhaben eines Architekten um. Er hört also aktiv zu, um diesem gerecht zu werden. Dabei stehen beide im Dienst derselben Sache. Sie müssen sich einander verständlich machen können, um gut zusammenzuarbeiten zu wissen.

Als den Architekten seiner Werkschau fasst Mathias Schneider sich selbst auf, weil er der Autor dieses Werkes ist. Seine Aufgabe erschöpft sich da bald. Es ist der Konstrukteur, an dem es liegen wird, ob eine Umsetzung davon gelingt. Kein Architekt erstellt mehr als eine Übersicht der Vorhaben sowie ein Modell derselben. Er bereitet diese Sachen gewisslich nicht selbst auf. Schließlich würde er ja nicht der 'Rufer in der Wüste' sein. Vielmehr hofft er darauf, dass seine Gedanken und Ideen auf einen urbaren Boden fallen werden. Das bereitet er durch einen strukturierten Aufbau seiner Vorstellungen vor. Da können diese Dinge ankommen sowie angenommen und bald umgesetzt werden.