Ansätze

Gedanke

Einzig das Eigene kann uns bereits selbst zum Eigentum werden. Das wird allein nur darum so geschehen, weil wir es da einmal selbst für uns aus eigener Kraft geschaffen haben. Wer etwas auf sich hält, der bewahrt es sich auf, was er einmal vom Leben erhalten hat. Wer so gebaut ist, der kämpft gewiss um dieses Recht und tritt dabei für sich ein.

Impuls

Haltung

Was wäre ein Mensch sich selbst wert, wenn er nicht bereit dazu sein würde, auf eine gute Haltung seines Wesens zu achten? Würde eine solche Form nicht auch ein Ausdruck seiner Gesamteinstellung sein können? Ja, würde diese nicht von anderen Leuten genau so wahrgenommen werden, wie sie vorgekommen ist? Oh, hat der Mensch nicht stets zuvorderst das Wesen eines Menschen wahrgenommen und alles andere an Erkenntnis danach erst davon abgeleitet?

Eine Haltung als Mensch wird also von uns einzunehmen und das dabei zu Bestand Gekommene zu bewahren sein. Das soll von Wert sein. Etwas mit ihr Verbundenes könnte nicht einfach so von uns geschaffen werden. Wir müssen es innerhalb dieses Daseins mit seinem kleineren, uns bekannten Kosmos auffinden, wenn wir es wiedererlangen möchten. Das sollen wir besser vermeiden, dass so etwas erforderlich sein wird. Wir brauchen schließlich doch etwas für uns, um daran selbst mit unserer Schaffenskraft ansetzen zu können. Erhalten wir es uns da besser gleich, was es ist. Allein nur so können wir jemand sein, welcher auch etwas hat, um anderes zu bewirken. Alles Erforderliche dazu können wir an uns selbst im Moment bereits vorfinden, wenn wir uns erst einmal ein Bild davon gemacht haben werden, was es ist. Durch ein solches werden wir bedingt. Es soll dieses Dasein ausmachen und etwas davon bestimmen, was daraus wird.

Sprachgestaltung

Benennung statt Betonung

Es soll eine sprachliche Methode von mir sein, auf eine Notwendigkeit zur besonderen Betonung einzelner Dinge beim Sprechen zu verzichten. Man kann es durch eine sachgerechte Benennung der Dinge sicherstellen, dass keine übermäßige Betonung des Wortes erforderlich sein wird. Das setzt etwas an Ruhe für uns frei. Es werden so die geltenden Grenzen bewahrt und eingehalten, glaube ich. Man spricht da auf eine gleichförmige Weise die gegebenen Dinge aus. Da kann man leichter bei den anderen Leuten bestehen, wenn uns das so gelingt. Es gibt dadurch deutlich weniger Scherereien im eigenen Umfeld von uns. Wahrscheinlich wird das eigene Anliegen dann auch eher angehört, wenn es klar zu vernehmen gewesen ist.

Beim Schreiben meiner Texte achte ich darauf, wie diese sich von mir selbst lesen lassen. Ich beachte dabei manchmal sogar die zum lauten Vorlesen erforderliche Atemtechnik. Dieser gelte es bereits beim Schreiben einer Schrift richtiggehend zuzuarbeiten. So erhält das Wort irgendwann dann auch eine besondere Struktur, welche es auszeichnet. Dank dieser wird etwas von uns kenntlich.

Sprachgestaltung

Artefakte

Besonders dann, wenn ich an einem Abend sehr lange an den eigenen Texten gearbeitet habe, finde ich hernach oftmals manche Artefakte an diesen auf. Das kann mir selbst mitunter sehr unangenehm sein, wenn mir klar wird, was ich da geschrieben habe.

Weil ich manche meiner eigenen Texte wochenlang nicht zu Gesicht bekomme, ich aber auf meinem Weg als Literat beständig weitergehe, sind diese Mängel meiner Schriften für mich immer wieder zu einer krassen Selbsterfahrung geworden. Diese haben mir schon manche Wahrheit über mich selbst offenbart, welche mir zuweilen bitter vorkommt.

Und doch würde ich mich nicht über Gebühr mit dieser zeitweise als negativ von mir empfundenen Selbsterfahrung auseinandersetzen wollen. Stattdessen versuche ich es, das deutlich zu erkennen und auch zu verspüren, was den betreffenden Sachverhalt ausmacht. Da frage ich mich es, wie er jetzt besser von mir ausgedrückt werden kann. Diesen Wortlaut passe ich dann an das Überlegte an. So erhalte ich ein Bild davon, was ich eigentlich sagen möchte, welches eine wahre Wertigkeit aufweist. Dabei soll es auch richtig sein, dass so allein immer nur eine Stufe der 'Treppe' zum nächsthöheren Stockwerk genommen werden kann. Das würde also nicht aufhören.

So ändere ich jenen mit einem klar für mich ersichtlichen Mangel behafteten Text dementsprechend ab, wie ich das gerade leisten kann und bin mir doch dessen mittlerweile gewiss, dass der letztliche Mangel meiner Schriften von mir noch gar nicht erkannt worden ist.

Erkenntnis

Begabung

Da ich mich tagtäglich in einer etwas anderen Verfassung befinde, besitze ich auch jeden Tag eine etwas andere Ausstattung mit geistlicher Anregung für mich. Ich bin also auch jeden Tag für etwas anderes besonders gut empfänglich oder begabt. So habe ich Moment für Moment meines Lebens etwas ganz Bestimmtes wichtig nehmen können, was mal so und mal anders ausgefallen ist. Dieser Sachverhalt hat schon so manchen Nutzen für meine Arbeit mit sich gebracht.

So lese ich meine Texte zeitweise erneut und finde da etwas bei mir vor, was mich umtreibt. Ich habe inzwischen einiges dazugelernt, was das Schreiben solcher Schriften betrifft. Das, was mir bereits eingegeben ist, versuche ich dann auch eingehend umzusetzen. Dazu passe ich jetzt die zu früheren Tagen aufgeschriebenen Gedanken und Ideen an mein heutiges, etwas gefestigteres Wesen an.

Dokumentation

Meine Aufgabe

Meine von mir bereits zu Teilen schriftlich in diesen Karteikasten integrierte Verfassung soll mich einmal an meine eigentliche Aufgabe für dieses Leben erinnern können. Anhand einer Lesung der eigenen Texte finde ich etwas dazu heraus, was mein Dasein bestimmt.

Dokumentation

Meine Bestimmung

Die Dinge dieses Daseins sind allesamt vorgegeben. Sie erscheinen und sind da. Das wird man erfahren können. Dadurch wird deren Gültigkeit gewiss ausreichend geklärt.

Ich möchte das Gegebene anerkennen. Das hat mit der Zeit einen regelrechten Sinn für mich erhalten. Auf einen solchen Sinn, den ich auch als die Wahrheit davon bezeichne, möchte ich mich zukünftig berufen können.

Da orientiere ich mich bei Werke an gewissen, bereits zu Vortagen meines Daseins von mir völlig zurecht getroffenen Aussagen und kann diese überprüfen. Das geschieht auf eine einfache Art. Ich schaue es mir an, was davon durch das Leben selbst bestätigt wird.

Der Umstand, dass die sprachliche Güte meines Werkes noch nicht ausgereicht hat, hält mich davon ab, eine Konklusion dieses Ganzen durchzuführen. Es braucht noch etwas an Zeit, ehe das geschehen soll.

Dokumentation

Ein eigenes Gespür

Dann, wenn ich es versucht habe, etwas davon zu erkennen, was das Ganze meines bisherigen Lebens für mich gerade bedeutet hat, möchte ich mich auf mein eigentliches Gespür dafür verlassen können, was ich wahrnehme. Es hat für mich so eine hohe Wertigkeit, weil es lebendig an mir nachwirkt, wie ich es erfahre. Ich ordne mein eigentliches Bedenken des Gegebenen dieser Sache meines Gemüts darum oftmals unter und orientiere mich an Gefühltem. Da richte ich mich darauf aus, einmal etwas an Kraft für mein Dasein daraus zu ziehen, was ich dabei erkennen kann. So möchte ich etwas von Wert für mich gewinnen können, was mir selbst etwas bedeutet.

Impuls

Den eigenen Gedanken vollständig ausführen

Jener Gedanke, welcher bei mir gerade vorkommt, würde nicht ohne Grund da sein. Davon gehe ich aus. Darum soll dieser Gedanke auch von mir ausgeführt werden. Im eigenen Bedenken kommt er vor. Ich möchte ihn mit dem mir Bekannten in Verbindung bringen. So vernetze ich meine innere Sphäre mit Bestehendem.

Ich erkenne das, was ich dabei tue, als einen innerlichen Impuls von mir an, welcher mir einen Weg aufzeigen kann. Was mir dabei geschieht, das soll mir Orientierung stiften. Daran bemesse ich es, ob ich gut klarkomme. Dank dieses Sachverhalts kann ich meine Dinge so klar erkennen, wie sie sind, und es bestimmen, was mich ausmacht.

Was ist da mein Beweggrund dabei, wenn ich so etwas hier aufschreibe? - Ich möchte etwas von Wert für mich hinzugewinnen können. Darum vervollständige ich meine Gedanken- und Ideenwelt nach und nach mit Zuhilfenahme meiner Schriften. Ich weiß es, dass meine Gedanken erscheinen und nicht hervorgerufen werden. Das innere Licht leuchtet selbst oder es verbrennt mich. Da lasse ich lieber ab von allem forcierten Zwang und warte es ab, was mir da geschieht.

Dank dieser Einstellung werde ich auch in Zukunft noch etwas von meinen Schriften haben können, wie ich meine.

Erkenntnis

Eigene Dinge

Die eigenen Dinge eines Menschen sind eigentlich schon seit jeher gutartig von ihrer Natur. Sie sollen das auch für mich selbst sein. Mitunter wird etwas von meinen Dingen auch für andere Leute gut zu gebrauchen sein. Ich würde das nicht für unmöglich halten wollen.

Wer sich mit gewissen, dazu passenden Gedanken und Ideen eingehend befasst hat, der wird dabei vielleicht etwas an sich selbst auffinden, was ihn voranbringen kann. Diese Vorstellung einer Güte des Wirkens eines Menschen stiftet mir einen ehrlichen Frieden beim eigenen Arbeiten.

Was bringt mir das ein, wenn ich mich so bedenke? - Ich strebe dabei nach einer Festigung meiner eigenen Fertigkeiten. Das gelingt mir so. Das zu vollbringen obliegt mir selbst, wer anderes sollte das auch für mich leisten können? - Wie gerne habe ich es da, dass ich von einem solchermaßen günstigen Ausgangspunkt ausgehen kann, wie der Friede einen verkörpert! - Eine damit verbundene Perspektive soll allemal günstig ausfallen.

Impuls

Eigene Handlungen vervollständigen

Jene, jetzt gerade von mir selbst auszuführende Handlung möchte ich einmal vollständig durchführen können. Dazu habe ich es in Erfahrung zu bringen, wie das geht. Ich schaue mir es an, was dazu zu tun sein wird und bewerte danach die Gegebenheiten, welche ich damit erreichen habe können.

Was wird mir dadurch möglich? - So etwas bedenke ich da eingehend. Dabei wird mir manches zu meinem Dasein Zugehöriges klar. Zuweilen geht mir dabei sogar ein Licht auf.

Bild - Das Elementar und seine Elemente

Sprachgestaltung

Von der Kunst des Webens

Üblicherweise haben die Menschen bei uns in Europa davon gesprochen, dass man etwas selbst auf die Reihe bekommen soll. Ich habe dabei das Abbild einer Kette vor Augen. Glied um Glied bilden deren Elementare eine Reihe und ergeben etwas als Gesamtheit.

Für mich selbst ist das so richtig gewesen, als ich einen Faden gesponnen habe. Inzwischen ist es aber so gekommen, dass ich diesen auf einen Rahmen aufspanne. Mit Zuhilfenahme eines weiteren Fadens verwebe ich diese Kettfäden dann zu einem Tuch.

Dieses Bild soll für meine Arbeit stehen, welche ich an der Kartei 'Baukasten' verrichte.

Sprachgestaltung

Vom Vorhandenen das Gute selbst aufschreiben

Einzig das Gute hat einen Wert für mich behalten, welchen ich hier besprechen möchte. Dazu benenne ich das Vorhandene und betrachte diese Benennungen hernach als die eigentliche Vorgabe für mich selbst in diesem Dasein mit meinem Leben.